Freunde und Förderer der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg - Bundesverband

Jahrestreffen 2014


Bericht zur Jahrestagung 2014 in Möhnesee

Von Robert Seifert

 

Zwei DPSG-Fahnen grüßten die Besucher von den Fahnenmasten vor dem Heinrich-Lübke-Haus in Möhnesee-Günne. In diese Bildungsstätte der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung hat der Vorstand das diesjährige Jahrestreffen der Freunde und Förderer der DPSG (Bundesverband) eingeladen.

In gewohnter Weise wurden wir am Anreisetag mit Impressionen aus dem vergangenen Jahr auf die Tagung eingestimmt – diesmal waren es ein Film vom Jahrestreffen 2013 und Bilder von der Eifel-Mosel-Radtour der Freunde und Förderer.

 

Glaube und Gerechtigkeit

Der Studienteil des Jahrestreffens wurde eingeleitet durch einen kurzen Film über Franziskus, den Papst aus Lateinamerika, der ungefähr seit einem Jahr im Amt ist. Durch Franziskus erhält das Streben nach Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit wieder einen höheren Stellenwert in der katholischen Kirche.

Anlass für das diesjährige Studienthema war das 50-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen DPSG und Asociación de Scouts de Bolivia (ASB). Dazu beleuchtete Martin Hagenmaier, Referent für Bolivien und Kuba der Bischöflichen Aktion Adveniat, die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation in Bolivien.

Ein Podiumsgespräch über die Partnerschaft der beiden Pfadfinderverbände, gepaart mit persönlichen Erlebnissen in Bolivien gestalteten Fritz-Georg Kersting, Winfried Kurrath, Martin Hangemaier und die frühere bolivianische Pfadfinderin Viviana Garnica de Mueller, moderiert von Stephan Jentgens.

 

Mitgliederversammlung

Die Berichte des F+F-Vorstands und des DPSG-Vorstands konnten die Teilnehmer den Tagungsunterlagen entnehmen. Die Arbeit von Vorstand und Beirat wird in den Bereichen Mitgliederentwicklung (leider zurzeit rückläufig), Förderung der DPSG, Veranstaltungen und Projekte in der Versammlung diskutiert, die Kassenprüfer bestätigen einwandfreien Umgang mit Finanzen.

Durch den Rücktritt von Stephan Jentgens vom Amt des Vorsitzenden wird eine Nachwahl erforderlich. Stephan hatte seinen Entschluss zu Beginn des Jahres den Mitgliedern mitgeteilt.

Einziger Kandidat für das Vorstandsamt war Josef Niehaus aus Lippstadt, der in seiner aktiven DPSG-Zeit unter anderem Diözesanvorsitzender im Diözesanverband Paderborn war, danach stellvertretender Bundesvorsitzender (eine damals ehrenamtliche Vorstandsfunktion) und später Bundesreferent der Roverstufe.

Josef erklärte der Versammlung, dass er – bevor er auf diese Kandidatur hin angefragt wurde – seine Bereitschaft zur Kandidatur für den Stadtrat in Lippstadt gegeben habe. Er stehe dazu und wird diese Kandidatur nicht zurückziehen. Weil er aber jede seiner Aufgaben ernst nimmt, kann er aus heutiger Sicht nicht beide Aufgaben, Stadtverordneter und F+F-Vorsitzender, gleichzeitig verantwortungsvoll ausüben. Eine mögliche Wahl zum Vorsitzenden der Freunde und Förderer wird er daher nur annehmen, falls er nicht in den Stadtrat gewählt wird.

Die Versammlung hat ausführlich über diese Situation beraten; mehr sei an dieser Stelle nicht gesagt, da Personaldebatten ja nicht öffentlich sind. Letztlich wurde Josef mit großer Mehrheit gewählt. Wie wir nun wissen, da die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen vorbei ist, hat Josef die Wahl zum F+F-Vorsitzenden nicht angenommen.

Dies erfüllt ihn allerdings auch mit Wehmut, denn er denkt gerne an das Treffen am Möhnesee zurück. Der Vorstand hat für diesen Fall der Nichtannahme bereits in der Versammlung erklärt, dass er sich in der Lage fühlt, die Geschäfte ein Jahr auch in kleinerer Besetzung zu führen und um Verständnis geworben, dass dadurch möglicherweise nicht alle Anliegen zeitnah bearbeitet werden.

Am Ende der Versammlung wurde Stephan Jentgens gebührend aus seinem Vorstandsamt verabschiedet.

 

Aufträge aus dem letzten Jahr

Die Mitgliederversammlung des vergangenen Jahres hat den Vorstand beauftragt, eine Zusammenarbeit mit dem Verband der Altpfadfindergilden zu prüfen und hierzu Gespräche zu führen. Im schriftlichen Bericht zur Erledigung der Aufträge ist zu lesen, dass auf eindringlichen Wunsch des DPSG-Vorstands eine förmliche Zusammenarbeit mit den Altpfadfindergilden – z.B. durch Gründung eines Rings der ehemaligen und erwachsenen Pfadfinder – nicht weitergeführt wird.

 

Exkursion

Samstag war Ausflugstag. Nach dem Reisesegen durch Peter Bleeser fuhren zwei Busse zur Gedenkstätte Wewelsburg. Die Ausstellung dort zeigt in beeindruckender Weise die Geschichte der »Schutzstaffel« (SS) der Nazis, ihre Gräueltaten und lokalen Verstrickungen sowie die Geschichte des benachbarten Konzentrationslagers.

Zum Mittagessen waren wir im Diözesanzentrum der DPSG Paderborn in Rüthen zu Gast. Leider war die Zeit hier zu knapp, um das DPSG-Zentrum ausführlich anzusehen, denn in Soest warteten schon die Stadtführerinnen, die uns die Reize dieser mittelalterlichen Hansestadt am westfälischen Hellweg nahe brachten.

Zum Tagesausklang wurde das festliche Abendessen umrahmt von einem »bolivianischen Abend« mit bolivianischer Live-Musik, Wort- und Bildbeiträgen von Ursula und Fritz-Georg Kersting und Winfried Kurrath.

 

Kirche am See

Am Sonntagmorgen trafen sich Vertreter der korporativen F+F-Mitglieder mit Vertretern von Vorstand und Beirat. Wer davon nicht betroffen war, konnte zwischen einer Heilkräuterwanderung und einem geführten Gang zur Staumauer der Möhnetalsperre wählen.

Gemeinsam ging es dann mit Bussen in den Stadtteil Möhnesee-Körbecke. Dort durften wir am Eröffnungsgottesdienst der Kampagne »Kirche am See« teilnehmen. Unter diesem Titel wird jedes Jahr von Mai bis Oktober die Sonntagsmesse unter einer großen Eiche in Ufernähe gefeiert. Dieser erste Gottesdienst der Saison war von der örtlichen DPSG gestaltet. Dieses bewegende Erlebnis ließ den kalten Wind fast vergessen.

Mit dem Bus zurück vor das Heinrich-Lübke-Haus nahmen wir in bewährter Runde voneinander Abschied. Zur Erinnerung gab es die Briefmarke mit Abbildung der Möhnetalsperre und ein kleines Erklärungsblatt dazu.

Erwartungsvoll sehen wir dem Jahrestreffen 2015 in Blossin/Brandenburg entgegen.

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