Freunde und Förderer der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg - Bundesverband

Jahrestreffen 2015


Bericht zur Jahrestagung 2015 in Blossin/Brandenburg

Von Robert Seifert

 

Im südöstlichen Brandenburg trafen sich die Mitglieder der Freunde und Förderer der DPSG auf Bundesebene, in einer Stunde hätte man in Polen sein können. Vielleicht hat die Entfernung einige Mitglieder davon abgehalten, am Treffen teilzunehmen. Allerdings diejenigen, die in Blossin waren, haben dies nicht bereut!

Das Jugendbildungszentrum, das überwiegend von der Sportjugend des Landes Brandenburg genutzt wird, verfügt über eine großzügige Anlage, die neben jugend- und erwachsenengerechten Übernachtungsmöglichkeiten viele Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung zu Land und zu Wasser bietet.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich ein ganzes Jahr nicht mehr gesehen, entsprechend groß war die Wiedersehensfreude am Freitagabend. Ein Gang durch das Gelände – geführt von der stellvertretenden Geschäftsführerin des Zentrums, die selbst auf pfadfinderische Vergangenheit bei der PSG zurück blickt – endete daher an der zum Gelände gehörenden Taverne »Palstek«, in und vor der dann noch lange Gespräche zu beobachten waren.

Am darauf folgenden Nachmittag standen den Freunden und Förderern Mitarbeiter aus Blossin zur Verfügung, um erlebnispädagogische Angebote des Bildungszentrums kennen zu lernen, darunter Bogenschießen und Kanufahren.

 

Energiewende – Luxus oder Notwendigkeit?

Mit Peter Meiwald früher in der DPSG unter anderem Referent für Entwicklungsfragen, heute Mitglied des Deutschen Bundestages, hat ein kompetenter Referent den Freunden und Förderern die Themen Braunkohle, Klimawandel und Energiewende nahe gebracht und dabei die politischen und gesellschaftlichen Konflikte der unterschiedlichen Energieträger aufgezeigt.

Freunde und Förderer der DPSG setzen sich in ihrem Umfeld selbstverständlich für sozial- und umweltverträgliche Energiepolitik ein!

 

Licht- und Schattenseiten einer Region

»Die Lausitz – mehr als Braunkohle!« lautete der Untertitel des Jahrestreffens.

Auf dem Ausflug waren – passend zu den Themen des Studienteils am Tag zuvor – die Ursachen und Folgen der Spreeverockerung (aus eisenhaltigem Pumpwasser des Tagebaus), der Abbau von Braunkohle und die Kosten der Rekultivierung (einschließlich der  sozialen  Verwerfungen im Vorfeld der Tagebauerschließung) Themen ebenso wie die Kosten und Nutzen der Windenergie. Die Exkursion wurde sachkundig geleitet durch die Firma »Spreescouts«.

Außer den Energie-Themen war in Lübbenau noch ein kurzer Stadtspaziergang oder eine Kaffeepause möglich, bevor sich die Busse wieder in Bewegung setzten in Richtung Storkow. Dort feierte die Gemeinschaft den feierlichen Pfingstgottesdienst in der nördlichsten Kirche der Diözese Görlitz. Es ist dies ein kleine Kirche, geformt wie ein Wal – wir sind alle ein bisschen der Prophet Jonas. Peter Bleeser zelebrierte in seiner bekannten mitreißenden Art, musikalisch geleitet und begleitet wurde die Messe von der Gruppe »grex« aus Berlin, die uns schon beim Jahrestreffen 2006 in Chorin erfreute.

 

Mitgliederversammlung – Wege in die Zukunft von »F+F«

Auch in diesem Jahr gab es trotz diverser Gespräche mit geeigneten Personen  keinen Kandidaten für das vakante Amt des Vorsitzenden. Die Versammlung begrüßte es, dass der Vorstand im laufenden Jahr interessierte Mitglieder zusätzlich in den Beirat berufen möchte, um die Arbeit von Vorstand und Beirat kennen zu lernen.

Wie es mit den Freunden und Förderern der DPSG weitergeht, ist auch abhängig von den Richtungsentscheidungen der DPSG selbst, die sich um Erwachsene im Verband intensiv Gedanken macht. Allerdings hat die DPSG-Bundesversammlung aus Zeitmangel bisher nicht die Anträge beraten können, die sich mit diesen Themen befassen. Dabei geht es um Fragen wie passive Mitgliedschaft als Erwachsener in der DPSG und um neue Gruppierungen Erwachsener, wie zum Beispiel Hochschulgruppen. Die Freunde und Förderer beteiligen sich an der Diskussion hierzu.

Zur gleichen Zeit wie die Mitgliederversammlung trafen sich wieder tausende Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu »Pfingsten in Westernohe«. Der DPSG-Bundesvorsitzende ist dann natürlich bei seinem Verband! Leider gelang es nicht, Dominik Naab per Video-Schaltung aus Westernohe in die Versammlung zu beamen, jedoch konnte er telefonisch auf die Saallautsprecher geschaltet werden und so den Bericht der DPSG erläutern und ergänzen. Besonders dankte die DPSG den Freunden und Förderern für die Finanzierung des erneuerten Spielplatzes in Westernohe, der während des Treffens »Pfingsten in Westernohe« eingeweiht wurde.

Ein weiteres wichtiges Ereignis, von dem Dominik berichtete, war die Bundesversammlung, die nach fünf Jahren Vakanz wieder einen Bundeskuraten wählen konnte.

Die Mitgliederversammlung begrüßte die Planung zu einem neuen »Treffpunkt Westernohe« im Jahr 2017 und zeigte sich generell hoch zufrieden mit der Arbeit von Vorstand und Beirat.

In der Abschlussrunde wurden die Teilnehmer noch mit Leinöl aus dem Spreewald beschenkt.

 

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