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Mitglieder werben Mitglieder


Jedes Mitglied der F+F sollte ein neues Mitglied werben - eine immer wieder formulierte Forderung. Warum eigentlich? Wir können die Aufgaben der DPSG nur dann wirklich spürbar „ideell und wirtschaftlich fördern“, wenn wir über ein großes Potential an Mitgliedern verfügen, die sich dieser Verpflichtung aktiv widmen. Und da wir als Mitglieder überwiegend Senioren haben, brauchen wir „Nachwuchs“, müssen wir Jüngere für die F+F werben.

Das Gespräch zwischen Jung und Alt passt dann genau in unsere zweite Zielsetzung, nämlich eine Möglichkeit zu Kontakt, Information und Gedankenaustausch für frühere Mitglieder der DPSG zu bieten.

 

 

Patentrezepte gibt es nicht. Aber Erfahrungen

 

  • Zielgruppe für die Werbung sollten vor allem (aber nicht nur) ehemalige Leiterinnen und Leiter sein, weil sie in hohem Maße motiviert sind. Das bedeutet: Kontakt suchen zur aktiven DPSG am Ort oder in Nachbargemeinden, an deren Veranstaltungen teilnehmen, Interesse zeigen. Dann stößt auch bei ausscheidenden Leitungskräften unsere Werbung auf eine positive Stimmung und vorbereitete Ausgangslage.
  • In Zeitungsberichten, Pfarrbriefen und Gemeindeblättern finden sich oft Hinweise auf Leute mit jüngerer oder früherer Zugehörigkeit zur DPSG. Ihre Adressen aufspüren.
  • Die eigenen Namens- und Adressenverzeichnisse sorgfältig durchkämmen: Wer käme für die F+F in Frage?
  • Als häufigste Form der Ansprache wird wohl der Brief zu wählen sein, aber auch Telefon oder E-Mail oder sogar ein Besuch. Ein persönlicher Aufhänger (Ereignis, Ehrung, öffentliche Tätigkeit, Vortrag des Empfängers) signalisiert Interesse, öffnet die Tür.
  • Eine konkrete Einladung aussprechen: Zum Treffpunkt Westernohe, als Gast zu unserem Jahrestreffen, zu einer persönlichen Begegnung, einen Besuch vorschlagen.
  • Als ausgezeichnetes Werbemittel „notiert“ einsetzen und mitschicken. Von der Geschäftsstele werden auf Anfrage ein oder zwei Hefte zugeschickt, solange der Vorrat reicht.
  • Zur Beilage in Deinem Brief gibt es ein Informationsblatt, das hier heruntergeladen und bei bedarf kopiert werden kann. Außerdem kann es bei der Geschäftsstelle der F+F angefordert werden.
  • Örtliche oder regionale Fördervereine auf eine korporative Mitgliedschaft im Bundesverband ansprechen. Wir gehören zusammen und können uns gegenseitig bestärken.

 

Gute Argumente gibt es viele

Du wirst sie finden, je besser Du den Partner Deiner Werbung kennst. Ganz wichtig: Ein Stück von dem Geschenk zurückgeben, das er im Pfadfindertum erhalten hat. Erfahrungen austauschen und weitergeben, die er gemacht hat. Kein Einzelkämpfer sein, in welcher Aufgabe auch immer. Gespräch und Verständnis, ja Zusammenarbeit der Pfadfinderinnen und Pfadfinder aller Generationen, der aktiven und ehemaligen fördern. Lobby für die DPSG im eigenen Umfeld (Gemeinde, Beruf, Leserbrief) sein.

Unser Mitglied Karl Franke hat mit Erfolg einen werbenden Brief an ehemalige Weggefährten geschickt. Er könnte als Muster dienen:

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde!

Gleich konkret: Ich wollte Euch bitten, Mitglied der Freunde+Förderer  der DPSG zu werden! Warum ich denke, ich könnte mir das erlauben? Bei vielen Begegnungen kommen wir immer wieder zu der Feststellung, dass die Zeit in der DPSG ein Geben und Nehmen war, dass unsere Lebensphilosophie, unsere gesellschaftlichen Vorstellungen, unsere Wertbe-griffe und auch unsere beruflichen Wege ein Stück Prägung durch die Pfadfinderei waren.

Ich beobachte immer noch Entwicklungen in der Jugend allgemein und in den Verbänden, und ich stimme den vielen Kommentaren über die Krise der Jugendorganisationen weitgehend zu. Das geht auch nicht spurlos an der DPSG vorbei, aber ich halte sie für den wohl besten Jugendverband! Dafür gibt es sehr viele Zeichen von Lebendigkeit und Engagement. Die DPSG hat unsere Förderung verdient!

Die F+F verstehen sich nicht einfach als Unterstützungsverein, sondern fördern die DPSG als „Lobbyisten“ auf vielfältige Weise. Ihre jährlichen Treffen stellen sie immer unter ein gesellschaftspolitisches oder kirchliches Thema. Das Verhältnis zur DPSG würde ich als kritische Solidarität bezeichnen.

Nun schiebt bitte Eure Entscheidung nicht auf die lange Bank! Vielleicht teilt Ihr meine Meinung über das, was ich als Prägung durch die Pfadfinderei bezeichnet habe, im Rückblick auch kritischer!

Das wollte ich Euch noch sagen: Wenn Ihr Mitglied werdet, freut es mich für die DPSG, wenn nicht, tut das meiner Freundschaft und Wertschätzung für Euch keinen Abbruch.

Seid herzlich gegrüßt

Euer XY